07.08.2024 – Hamburg, unsere Reise beginnt.

Mit der AIDAperla verließen wir Hamburg und machten uns auf den Weg Richtung Norwegen. Vor uns liegen Fjorde, kleine Küstenorte, beeindruckende Landschaften und hoffentlich ganz viele besondere Momente.

Nach unserem ersten Seetag erreichten wir schließlich Norwegen.

Allerdings nicht mit strahlendem Sonnenschein. Norwegen begrüßt uns so, wie man es vielleicht erwartet: graue Wolken, Regen und eine Landschaft, die irgendwo zwischen Nebel und Wolken verschwindet.

Unser erster Halt ist Måløy.

Willkommen in Måløy

Måløy ist eine kleine Küstenstadt, rund 3.400 Menschen leben hier. Die Stadt ist stark vom Meer geprägt und zählt zu den wichtigen Fischereihäfen Norwegens. Fischerei, Fischverarbeitung und Fischhandel sind bis heute wichtige Bestandteile des Wirtschaftslebens.

Vielleicht passt genau dieses Wetter deshalb irgendwie zu Måløy.

Der Regen hängt tief über dem Wasser, der Wind zieht über die Küste und die Wolken liegen schwer über der Landschaft.

Auf zum Vestkapp

Für unseren ersten Landgang hatten wir bereits von zu Hause aus einen Ausflug zum Vestkapp gebucht.

Das Vestkapp liegt auf der Halbinsel Stadlandet und ist eines der spektakulärsten Aussichtspunkte an der norwegischen Küste. Das fast flache Felsplateau liegt rund 496 bis 497 Meter über dem Stadhavet und fällt an seinen Rändern steil zum offenen Meer ab. Gerade die Lage am offenen Atlantik macht diesen Ort so besonders und das Wetter kann hier innerhalb kürzester Zeit umschlagen. Die Gewässer rund um Stad gelten als besonders rau und wetterexponiert.

Eigentlich müsste man von hier oben einen unglaublichen Blick über das offene Meer und die Küste haben.

Eigentlich, denn an diesem Tag hatten die Wolken andere Pläne.

Der Regen fiel teilweise kräftig und die Wolken hingen so tief, dass die Sicht weitgehend eingeschränkt war.

Wir standen dort oben und konnten nur erahnen, wie gewaltig die Landschaft bei klarer Sicht sein muss.

Wind, Regen, Wolken und das offene Meer, der Vestkapp zeigte uns eine etwas rauere Seite Norwegens.

Dann kam die erste Zimtschnecke

Zwischen all dem Regen passierte etwas, dass am Ende eine ganz eigene Geschichte dieser Reise werden sollte.

Ich probierte meine erste norwegische Zimtschnecke. Plötzlich war da diese Idee:

Warum eigentlich nicht ein Zimtschnecken-Ranking für unsere Reise?

Eine kleine kulinarische Nebenmission war geboren.

Denn wenn man schon durch Norwegen reist, kann man schließlich nicht einfach an jeder Zimtschnecke vorbeigehen.

Welche schafft es am Ende auf Platz 1?

Die Antwort darauf gibt es natürlich erst im letzten Bericht der Rückblick-Serie „Norwegens Fjorde“.

Weiter nach Selje

Nach unserem Aufenthalt am Vestkapp ging es weiter nach Selje.

Der kleine Küstenort liegt am Ende der Seljevika und ist von Bergen, Meer und einer beeindruckenden Landschaft umgeben. Heute leben dort nur rund 700 Menschen.

Kleine Straßen, Häuser und das Meer.

Zurück nach Måløy

Später ging es mit dem Bus wieder zurück nach Måløy.

Der Regen hatte uns inzwischen eigentlich schon lange genug begleitet.

Aber irgendwie wollten wir unseren ersten norwegischen Hafen trotzdem noch selbst entdecken.

Wir liefen durch Måløy, vorbei an kleinen Geschäften und Häusern, entlang des Hafens und durch die Straßen des Ortes.

Immer wieder gab es kleine Details zu entdecken.

Besonders schön fanden wir die Sør-Vågsøy-Kirche.

Die weiße, neugotische Holzkirche ist bis heute weitgehend in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben und wirkt mit ihrem Turm und dem kupfergedeckten Spitzhelm beinahe ein wenig märchenhaft.

Wir liefen weiter durch den Ort, immer wieder begleitet vom Prasseln des Regens.