Der letzte Landgang unserer Reise

Am 26. Oktober 2023 stand der letzte Landgang unserer Kreuzfahrt mit der AIDAnova auf dem Programm. Nach den vielen Eindrücken in Norwegen und Dänemark wartete noch ein Ort auf mich, den ich schon lange unbedingt sehen wollte. Kopenhagen und vor allem der berühmte Nyhavn.

Ich hatte mich riesig auf diesen Tag gefreut und war gespannt, was uns in der dänischen Hauptstadt erwarten würde. Manchmal gibt es diese Orte, die man von unzähligen Bildern kennt und die man irgendwann selbst mit eigenen Augen sehen möchte. Kopenhagen war für mich genau so ein Ort.

Kopenhagen ist die Hauptstadt Dänemarks und verbindet skandinavische Gelassenheit mit königlicher Geschichte, beeindruckender Architektur und maritimem Flair. In der Stadt selbst leben rund 670.000 Menschen, im größeren Stadtgebiet deutlich mehr. Überall begegnen einem historische Gebäude, gemütliche Cafés, kleine Gassen und das Wasser, das die Stadt auf besondere Weise prägt.

Mit dem Shuttlebus in die Innenstadt

Vom Schiff aus ging es zunächst mit dem Shuttlebus in die Innenstadt. Von dort aus wollten wir Kopenhagen zu Fuß erkunden und möglichst viele Eindrücke sammeln.

Unser erster Halt führte uns zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: der kleinen Meerjungfrau.

Die kleine Meerjungfrau – ein Wahrzeichen mit Geschichte

Am Wasser, auf einem Felsen am Langelinie-Kai, sitzt sie und blickt hinaus auf das Meer. Die kleine Bronzefigur wurde vom Bildhauer Edvard Eriksen geschaffen und 1913 enthüllt. Inspiriert wurde sie vom gleichnamigen Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen.

Nach unserem ersten Stopp setzten wir unseren Spaziergang fort. Es gab so viel zu entdecken, und schon auf dem Weg in Richtung Innenstadt begegneten uns immer wieder schöne Gebäude und kleine Details, die den Charme Kopenhagens ausmachen.

Schloss Amalienborg – königliche Atmosphäre

Als Nächstes ging es zum Schloss Amalienborg, der offiziellen Winterresidenz der dänischen Königsfamilie. In der Mitte steht das Reiterdenkmal von König Frederik V.

Der weitläufige Platz und die eleganten Fassaden verleihen diesem Ort eine ganz besondere Atmosphäre. Hier spürt man, wie eng die Geschichte des dänischen Königshauses mit der Stadt verbunden ist.

Besonders bekannt ist Amalienborg auch für den täglichen Wachwechsel der königlichen Leibgarde, der normalerweise um 12 Uhr stattfindet. Ob man die Zeremonie tatsächlich beobachten kann, hängt natürlich vom Zeitpunkt des Besuchs ab. Schon die königliche Kulisse allein war für uns einen Abstecher wert.

Nyhavn – mein persönliches Highlight

Und dann war es endlich so weit: Nyhavn.

Darauf hatte ich mich ganz besonders gefreut. Die bunten Häuser, die historischen Schiffe und der kleine Hafen bilden eine Kulisse, die man sofort wiedererkennt. Trotzdem ist es etwas völlig anderes, selbst dort zu stehen, durch die Umgebung zu schlendern und alles auf sich wirken zu lassen.

Die farbenfrohen Fassaden spiegelten sich im Wasser, die Segelschiffe lagen ruhig im Hafen und überall gab es etwas zu entdecken. Nyhavn wirkte auf mich lebendig und gleichzeitig gemütlich. Gerade an diesem herbstlichen Tag hatte der Ort eine ganz eigene Stimmung.

Wir hatten sogar Glück und bekamen einen Platz in einem Café direkt am Hafen. Also hieß es erst einmal: ankommen, durchatmen und einen leckeren Kaffee genießen.

Mit Blick auf die bunten Häuser und die Schiffe ließen wir es uns gut gehen. Wir saßen da, beobachteten das Treiben und überlegten ganz entspannt, wohin uns unser Weg als Nächstes führen sollte.

Für einen Moment musste ich gar nicht viel machen. Einfach sitzen, schauen und diesen Ort genießen, den ich so lange einmal selbst erleben wollte. Manchmal sind es genau diese kleinen Pausen, die einen Reisetag besonders machen.

Weiter durch die Innenstadt

Nach unserer Kaffeepause ging es weiter in Richtung Kongens Nytorv. Der große Platz liegt mitten im Zentrum und ist von beeindruckenden historischen Gebäuden umgeben. Von hier aus führte uns unser Weg immer weiter durch die Innenstadt.

Kopenhagen zeigte sich dabei von vielen Seiten. Prachtvolle Fassaden, schöne Plätze, kleine Straßen und immer wieder neue Perspektiven. Es war ein schöner Mix aus bekannten Sehenswürdigkeiten und den kleinen Momenten dazwischen, die man nicht unbedingt vorher plant.

Auch Schloss Rosenborg stand auf unserem weiteren Weg auf dem Programm. Das Renaissance-Schloss liegt inmitten des Königsgartens und beherbergt unter anderem die dänischen Kronjuwelen. Schon von außen ist es ein beeindruckendes Gebäude und ein weiterer Einblick in die königliche Geschichte Dänemarks.

Unterwegs begegneten uns außerdem die königlichen Wachen in ihren Uniformen. Die traditionelle Leibgarde gehört zum Stadtbild und erinnert daran, dass Kopenhagen nicht nur eine moderne Hauptstadt, sondern auch ein Ort mit einer langen königlichen Tradition ist.

Kastellet – ein letzter Spaziergang

Zum Abschluss führte uns unser Weg noch zum Kastellet, einer historischen Festungsanlage mit sternförmigem Grundriss. Die Festung stammt aus dem 17. Jahrhundert und gehört zu den besonderen historischen Orten der Stadt.

Zwischen den alten Festungswällen, den gepflegten Wegen und den historischen Gebäuden lässt sich gut vorstellen, welche Bedeutung dieser Ort früher für die Verteidigung Kopenhagens hatte. Gleichzeitig bietet das Gelände eine ruhige Atmosphäre, die einen schönen Kontrast zum lebhaften Stadtzentrum bildet.

Auf unserem Weg dorthin und zurück kamen wir an vielen weiteren schönen Gebäuden vorbei. Es war ein Tag voller Eindrücke, und je länger wir unterwegs waren, desto mehr wurde mir bewusst, wie viel Kopenhagen zu bieten hat.

Natürlich konnten wir an einem einzigen Tag längst nicht alles sehen. Aber genau das macht Städtereisen für mich aus. Man entdeckt einen Ort, nimmt viele Eindrücke mit und weiß, dass es noch so viel mehr zu erleben gäbe.

Glücklich zurück auf der AIDAnova

Irgendwann wurde es Zeit, wieder in Richtung Shuttlebus zu laufen. Unser letzter Landgang dieser Reise neigte sich dem Ende entgegen.

Mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck kehrten wir zur AIDAnova zurück. Ich war glücklich und zufrieden, denn ein Wunsch, den ich schon lange in mir getragen hatte, war endlich in Erfüllung gegangen.

Kopenhagen hatte mich mit seiner Architektur, seiner Geschichte und vor allem mit dem besonderen Flair am Nyhavn begeistert. Es war schön, all die Orte, die ich bisher nur von Bildern kannte, endlich selbst zu erleben.

Und während wir wieder an Bord gingen, blieb dieses Gefühl, einen weiteren kleinen Traum abgehakt zu haben. Nicht, weil ich nun alles von Kopenhagen gesehen hätte, sondern weil ich endlich dort gewesen war.

Ein letzter Landgang, viele neue Eindrücke und ein Herzenswunsch, der wahr geworden ist. Ein schöner Abschluss unserer Reise mit der AIDAnova und ganz sicher ein Ort, an den ich mich gerne zurückerinnere.