Freitagnachmittag, Ferienbeginn und wir mittendrin. Unser Urlaub startet diesmal nicht am Flughafen oder mit dem Auto, sondern ganz entspannt auf Schienen, zumindest war das der Plan. Unser Ziel ist Hamburg. Schon auf dem Weg von der Arbeit in Richtung Stadtmitte zeigte sich, dass wir mit unserer Idee nicht allein waren. Die U-Bahn war brechend voll, und immer wieder wanderten die Blicke zur Anzeigetafel. Verspätungen, Ausfälle und kurzfristige Änderungen. In Berlin scheint zum Ferienbeginn einfach alles möglich zu sein. Willkommen im ganz normalen Bahnwahnsinn. Unser Ziel war der Berliner Hauptbahnhof. Erst am Vortag hatte ich entdeckt, dass es vom Bahnhof Gesundbrunnen eine kürzere Verbindung dorthin gibt, die S15. Sie verbindet Berlin Gesundbrunnen mit dem Hauptbahnhof und bringt einen direkt in dessen unteren Bereich. Ein kleiner Tipp, der uns einiges an Zeit und Wegen erspart hat. Da wir beide ein Deutschlandticket besitzen, stand unsere Verbindung schnell fest. Wir wollten mit dem RE8 fahren und in Holthusen in die RE1 Richtung Hamburg umsteigen. Das die Züge zum Ferienbeginn gut gefüllt sein würden, hatten wir bereits vermutet. Die Realität übertraf unsere Erwartungen allerdings deutlich. Die Bahn war rappelvoll, die meisten Fahrgäste mussten stehen. Koffer, Rucksäcke und Reisende überall. Zum Glück hatten wir uns vorab ein Upgrade für die erste Klasse gebucht. Und ich kann schon jetzt sagen, dass war eine richtig gute Entscheidung! Gerade bei einer längeren Fahrt ist es schön, wenn man sich zurücklehnen und die Reise etwas entspannter genießen kann. An dieser Stelle möchte ich unbedingt noch eine Person erwähnen, die mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist. Die unglaublich nette Zugbegleiterin. Mit viel Geduld, bemerkenswerter Ruhe und einer großen Portion Freundlichkeit versuchte sie gemeinsam mit dem Sicherheitsteam, die unterschiedlichsten kleinen und größeren Probleme zu lösen. Gerade wenn alles drunter und drüber geht, sind solche Menschen Gold wert. Ein großes Dankeschön dafür! ❤️ Und dann kam der Gleiswechsel in Holthusen. Was sich dort abspielte, war wirklich ein Bild für Götter. Hunderte Menschen mit Koffern und Rucksäcken drängten sich über den schmalen Bahnsteig in Richtung Treppe, um den Zug auf dem anderen Gleis zu erreichen. Wer schon einmal mit viel Gepäck und wenig Platz unterwegs war, kann sich ungefähr vorstellen, wie es dort zuging. Tatsächlich stand Bahnpersonal mit Megafon bereit, um die Menschenmengen zu koordinieren und den Weg zu weisen. Eine Situation, die man so schnell nicht vergisst und die einmal mehr zeigt, was Reisen zum Ferienbeginn bedeuten kann. Für die Weiterfahrt mit dem RE1 hatten wir ebenfalls ein Upgrade in die erste Klasse gebucht. Auch hier hat sich die Entscheidung gelohnt. Trotz der vielen Menschen, des Trubels und der kleinen Herausforderungen verlief unsere Anreise insgesamt erstaunlich angenehm und relativ stressfrei. Und jetzt? Jetzt wird es langsam ruhiger. Draußen zieht die Landschaft vorbei, die Sonne beginnt allmählich unterzugehen und wir nähern uns unserem Ziel. In wenigen Minuten werden wir bereits in Hamburg sein. Die Vorfreude auf die kommenden Urlaubstage steigt! Unser Fazit zur Anreise mit dem Deutschlandticket: Wer flexibel ist und seine Verbindung gut plant, kann auch ohne Auto entspannt unterwegs sein. Gerade an stark frequentierten Reisetagen lohnt es sich allerdings, mögliche Alternativen im Blick zu behalten und sich bei längeren Strecken gegebenenfalls etwas mehr Komfort zu gönnen. Für uns beginnt der Urlaub mit einer kleinen Portion Bahnchaos, vielen Menschen, einer sehr freundlichen Zugbegleiterin und der Erkenntnis, dass sich auch eine Anreise mit Hindernissen am Ende richtig gut anfühlen kann. Teilen mit: Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … Beitragsnavigation Oslo – Meine erste Kreuzfahrt und ein Herbsttag voller Erinnerungen