La Spezia, eine Stadt zwischen Meer und Bergen, geprägt von ihrem großen Naturhafen, der Seefahrt und vor allem der italienischen Marine. Rund 94.000 Menschen leben hier. Die Stadt ist seit Jahrhunderten eng mit dem Meer verbunden und entwickelte sich besonders mit dem Ausbau des Hafens und des Marinearsenals zu einem wichtigen maritimen Zentrum Liguriens. Doch für uns sollte La Spezia an diesem Tag vor allem der Ausgangspunkt für ein kleines Abenteuer werden. Wie schon bei unseren anderen Landgängen wollten wir unabhängig bleiben. Kein gebuchter Ausflug, kein straffer Zeitplan, sondern einfach los und schauen, wohin uns der Tag führt. Unser Ziel war Riomaggiore. Eines dieser kleinen Dörfer, die man sofort erkennt, wenn man an die Cinque Terre denkt. Bunte Häuser, die sich scheinbar übereinander an die steilen Hänge schmiegen, das Meer direkt vor der Haustür und dieses ganz besondere italienische Postkartenmotiv. Erst einmal hieß es: Augen zu und durch Vom Hafen aus ging es zunächst mit dem Bus zum Bahnhof von La Spezia und dort wurden wir schon ein wenig nervös. Der Bahnsteig war unglaublich voll. Unser erster Gedanke? Wollen die alle dahin, wo wir hinwollen? Natürlich war es unser Bahnsteig. Wir stiegen trotzdem ein, denn schließlich wartete Riomaggiore auf uns. Dann die kleine Überraschung: Als der Zug schließlich dort hielt, stiegen tatsächlich erstaunlich wenige Menschen aus. Und plötzlich waren wir mittendrin. Riomaggiore – ein Dorf wie aus einem Bilderbuch Riomaggiore ist eines der fünf Dörfer der Cinque Terre und gleichzeitig der östlichste Ort dieses berühmten Küstenabschnitts. Die ersten historischen Zeugnisse reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der Ort liegt zwischen zwei steilen, terrassierten Hügeln und ist vor allem für seine farbenfrohen, hoch aufragenden Häuser bekannt. Genau dieses Bild hatten wir im Kopf, als wir uns auf den Weg machten. Wir wollten einmal selbst durch einen dieser Orte laufen, die man sonst nur von Postkarten, Reiseführern und Instagram kennt. Und tatsächlich, Riomaggiore ist genau so, vielleicht sogar noch schöner. Die Häuser scheinen sich den Hang hinaufzustapeln. Dazwischen führen schmale Gassen und steile Treppen immer weiter nach oben. Der kleine Ort ist nicht einfach nur hübsch anzusehen, er ist verwinkelt, ursprünglich und voller kleiner Ecken, die man erst entdeckt, wenn man sich Zeit lässt. Eine Treppe hinauf, eine kleine Gasse entlang. Dann wieder eine Ecke, hinter der plötzlich das Meer auftauchte. Und immer wieder dieses Blau, das Blau des Himmels, das Blau des Meeres und dazwischen die bunten Häuser, die wie kleine Farbtupfer am Hang leuchten. Wir verbrachten einige Stunden dort, schlenderten durch die Gassen, genossen die Aussicht und ließen einfach den Moment auf uns wirken. Zurück nach La Spezia Mit dem Zug ging es zurück nach La Spezia. Auch La Spezia selbst wollten wir noch ein wenig kennenlernen. Mediterranes Leben, belebte Straßen und kleine Geschäfte. Plätze, Cafés und Gebäude, zwischen denen immer wieder dieses italienische Lebensgefühl zu spüren war. Es war vielleicht nicht der Ort, über den wir vor unserer Reise am meisten gelesen hatten, aber genau deshalb hat es sich gelohnt, auch La Spezia selbst noch ein wenig zu entdecken. Unser Fazit Unser Ausflug nach Riomaggiore war wunderschön und genau das, was wir uns von einem individuellen Landgang erhofft hatten: frei sein, spontan entscheiden und einfach schauen, was der Tag bringt. Aber eines haben wir an diesem Tag auch gelernt: Wer die Cinque Terre auf eigene Faust erkunden möchte, sollte unbedingt mit sehr vollen Zügen und Bahnsteigen rechnen. Gerade die bekannten Orte können zeitweise extrem überlaufen sein. Deshalb lohnt es sich, vorher darüber nachzudenken, ob es unbedingt der bekannteste Ort sein muss. Für uns war Riomaggiore ein ganz besonderer Moment, ein kleiner Ort am Meer und auch La Spezia ist definitiv eine Reise wert. Teilen mit: Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … Beitragsnavigation Genova – auf den Spuren einer alten Seestadt Ein Tag in Rom – zwischen Petersplatz und Sixtinischer Kapelle