Rückblick auf meine erste Reise mit der AIDAnova im Oktober 2023 Manche Reisen bleiben einem besonders in Erinnerung. Nicht unbedingt, weil alles nach Plan läuft, sondern weil sie den Anfang von etwas Neuem markieren. Für mich war meine erste Kreuzfahrt mit der AIDAnova im Oktober 2023 genau so eine Reise. Es war meine erste Kreuzfahrt überhaupt und mit Oslo wartete gleich eine Stadt auf mich, die ich bis heute mit einem ganz besonderen Gefühl verbinde. Der erste Morgen in Oslo Schon früh am Morgen zog es mich auf den Balkon. Ich wollte auf keinen Fall verpassen, wie unser Schiff in Oslo einläuft. Noch etwas verschlafen, aber voller Vorfreude, stand ich dort und beobachtete, wie die norwegische Hauptstadt langsam näher kam. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich mich in diesem Moment fühlte. Diese Aufregung, die Neugier und das Bewusstsein, dass ich gerade etwas zum ersten Mal erlebte. Eine neue Stadt, ein fremdes Land und ein ganzer Tag voller Möglichkeiten lagen vor mir. Während die AIDAnova durch den Oslofjord glitt, begann für mich das Abenteuer Landgang. Ich wusste damals noch nicht, wie sehr mich das Reisen mit dem Schiff begeistern würde. Heute denke ich gern an diesen Morgen zurück, denn er war der Beginn einer ganz besonderen Leidenschaft. Oslo – Norwegens moderne Hauptstadt Oslo ist die Hauptstadt Norwegens und liegt malerisch am Oslofjord, umgeben von Wasser, grünen Hügeln und weitläufigen Wäldern. In der Stadt selbst leben rund 720.000 Menschen. Oslo verbindet auf eine besondere Weise modernes Stadtleben mit nordischer Gelassenheit. Hier treffen zeitgenössische Architektur, Kultur und Design auf historische Gebäude und grüne Rückzugsorte. Wirtschaftlich spielen unter anderem die maritime Branche, Schifffahrt, Energie, Finanzdienstleistungen, Technologie und die öffentliche Verwaltung eine wichtige Rolle. Wenn Pläne sich ändern und daraus ein schöner Tag wird Für unseren Aufenthalt hatten wir uns im Vorfeld einen Ausflug über AIDA gebucht. Wir wollten die Stadt bequem kennenlernen und freuten uns darauf, gemeinsam mit anderen Passagieren auf Entdeckungstour zu gehen. Zur angegebenen Uhrzeit standen wir schließlich am vereinbarten Treffpunkt und warteten auf unseren Bus. Die Zeit verging, doch zunächst war nichts zu sehen. Auch nach längerem Warten schien sich nicht wirklich etwas zu tun. Irgendetwas war offenbar schiefgelaufen. Irgendwann wollten wir nicht länger wertvolle Zeit unseres Landgangs verstreichen lassen. AIDA bot uns schließlich die Möglichkeit, den Ausflug zu stornieren und die Kosten wurden uns erstattet. Also entschieden wir uns kurzerhand, Oslo auf eigene Faust zu erkunden. Rückblickend war das eine richtig gute Entscheidung. Wir erkundeten die Stadt in unserem eigenen Tempo und stellten fest, dass man Oslo wunderbar auch ohne gebuchten Ausflug entdecken kann. Akershus Festning – eine Reise in die Geschichte Unser Weg führte uns zunächst zur Akershus Festning, der berühmten Festung direkt am Hafen von Oslo. Schon von außen wirkt die historische Anlage beeindruckend. Ihre Geschichte reicht bis ins späte 13. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde sie als mittelalterliche Burg und Verteidigungsanlage errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie erweitert und spielte eine bedeutende Rolle in der norwegischen Geschichte. Später diente sie unter anderem als königliche Residenz. Heute ist die Festung ein wichtiger historischer Ort und zugleich eine grüne Oase mitten in der Stadt. Zwischen alten Mauern, historischen Gebäuden und Wegen eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf den Hafen und den Fjord. Besonders schön fand ich die herbstliche Stimmung. Die Blätter hatten sich in warme Rot-, Gelb- und Orangetöne verwandelt und tauchten die Umgebung in dieses ganz besondere Licht, das den Herbst so unverwechselbar macht. Die Farben bildeten einen wunderbaren Kontrast zu den alten Steinmauern und dem Wasser. Gut zu wissen: Das Gelände der Akershus Festning kann kostenfrei besucht werden. Für Museen, Veranstaltungen und bestimmte Angebote innerhalb der Anlage können allerdings Eintrittskosten anfallen. Die Karl Johans gate hinauf zum Königlichen Schloss Nach unserem Besuch der Festung ging es weiter durch die Stadt. Unser Weg führte uns schließlich zur Karl Johans gate, einer der bekanntesten Straßen Oslos. Sie verbindet den Bereich rund um den Hauptbahnhof mit dem Königlichen Schloss und gehört zu den zentralen Flaniermeilen der Hauptstadt. Hier zeigt sich Oslo von einer anderen Seite. Menschen gehen ihren täglichen Wegen nach, Cafés laden zu einer kleinen Pause ein und entlang der Straße reihen sich Geschäfte, Restaurants und repräsentative Gebäude aneinander. Zwischen dem modernen Stadtleben und der historischen Architektur gibt es viel zu entdecken. Wir ließen uns Zeit, schauten uns um und genossen es, die Stadt Schritt für Schritt kennenzulernen. Ganz ohne Zeitdruck, ohne feste Stationen und ohne das Gefühl, unbedingt alles sehen zu müssen. Am Ende der Straße wartete das Königliche Schloss von Oslo auf uns. Das klassizistische Gebäude wurde 1849 fertiggestellt und ist bis heute die offizielle Residenz des norwegischen Königshauses. Besonders schön war es, dass wir vor dem Schloss den Wachwechsel beobachten konnten. Die zeremonielle Ablösung der königlichen Garde gehört zu den bekannten Erlebnissen in Oslo und findet regulär täglich um 13:30 Uhr statt. Für einen Moment blieb ich stehen und ließ die Atmosphäre auf mich wirken. Ein historischer Ort, die herbstlichen Farben und das geschäftige Treiben der Stadt, Oslo hatte längst begonnen, seinen ganz eigenen Platz in meinen Reiseerinnerungen einzunehmen. Oslo Domkirke und die Eisenrosen – ein Ort des Gedenkens Mitten in der Innenstadt kamen wir auch an der Oslo Domkirke vorbei. Ganz in der Nähe befindet sich das Denkmal „Jernrosene“, die sogenannten Eisenrosen. Sie erinnern an die Opfer der Terroranschläge vom 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya. Die Rosen stehen für Trauer, Mitgefühl und Zusammenhalt. Jede einzelne erzählt auf ihre Weise von Menschen, die nicht vergessen werden sollen. Ein Ort, der daran erinnert, wie kostbar das Leben ist und wie viel Kraft in Menschlichkeit und Zusammenhalt liegen kann. Zurück durch die Innenstadt und ein leuchtender Blickfang Irgendwann machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg in Richtung Hafen. Wir schlenderten durch die Innenstadt, nahmen noch ein paar Eindrücke mit und genossen die Zeit, die uns geblieben war. Unterwegs begegneten uns immer wieder neue Perspektiven auf die Stadt. Es ist genau das, was ich am Reisen so liebe. Man kann sich vorab noch so viele Bilder ansehen und Informationen sammeln, vor Ort fühlt sich alles trotzdem anders an. Ein besonderer Blickfang auf unserem Weg war der Oslo Tree. Mit seinen wechselnden Farben zog er die Blicke auf sich. Ich mag solche Details, die man nicht unbedingt auf einer klassischen Sehenswürdigkeitenliste ganz oben findet, die aber trotzdem im Gedächtnis bleiben. Manchmal ist es eben nicht nur das große Wahrzeichen, sondern auch ein kleiner, unerwarteter Moment, der einen Ort besonders macht. Mein Fazit Oslo hat mir wirklich gut gefallen. Die Stadt ist modern, lebendig und gleichzeitig angenehm entspannt. Besonders die Mischung aus Geschichte, Architektur, Wasser und Natur hat mich begeistert. Dazu kam die wunderschöne herbstliche Atmosphäre, die unserem Besuch einen ganz eigenen Zauber verlieh. Was zunächst mit einem ausgefallenen Ausflug und einer längeren Wartezeit begann, entwickelte sich zu einem rundum gelungenen Tag. Wir konnten Oslo in unserem eigenen Tempo entdecken und mussten uns nicht nach einem festen Programm richten. Für mich war dieser Landgang auch deshalb etwas Besonderes, weil es meine erste Kreuzfahrt war. Mein Tipp: Wenn ihr mit einem Kreuzfahrtschiff in Oslo anlegt, könnt ihr viele zentrale Sehenswürdigkeiten gut auf eigene Faust erkunden. Die Akershus Festning, die Karl Johans gate und das Königliche Schloss lassen sich wunderbar in einen individuellen Stadtrundgang einbauen. Plant genügend Zeit ein, tragt bequeme Schuhe und lasst ruhig auch Raum für spontane Entdeckungen. Teilen mit: Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … Beitragsnavigation Erfurt – ein ungeplanter Zwischenstopp, der sich gelohnt hat Kristiansand im Herbst – Ein Streifzug durch Norwegens raue Natur