Nun möchte ich euch noch mein ganz persönliches Fazit zu unserem Roadtrip geben.

Tausende Kilometer lagen hinter uns. Wir haben wunderschöne Orte entdeckt, sind durch kleine Dörfer gefahren, haben am Meer gestanden, spontan angehalten, neue Eindrücke gesammelt und zwischendurch auch die eine oder andere Straße kennengelernt, die unsere Nerven ein kleines bisschen auf die Probe gestellt hat.

Im Nachhinein betrachtet war unser Roadtrip eine Mischung aus Freiheit, Abenteuer, kleinen Überraschungen und manchmal auch einer ordentlichen Portion „Oh Gott, was kommt denn jetzt?“

Und genau deshalb möchte ich euch ehrlich erzählen, was wir aus unserer Reise mitgenommen haben.

Planung ist tatsächlich das A und O

Auch wenn das Wort Roadtrip nach Freiheit und „einfach drauflosfahren“ klingt, haben wir gelernt, ein bisschen Vorbereitung kann unglaublich viel wert sein.

Informiert euch vor der Reise unbedingt über die Verkehrsregeln, Mautsysteme, Umweltzonen und landesspezifischen Vorgaben für Autofahrer. Was bei uns selbstverständlich ist, kann im nächsten Land schon wieder ganz anders geregelt sein.

Auch bei Maut, Vignetten und entsprechenden Gebühren lohnt sich ein genauer Blick. Es gibt verschiedene Anbieter und Möglichkeiten, bestimmte Dinge bereits vor der Reise zu organisieren, allerdings unterscheiden sich die Preise teilweise deutlich.

Und leider gilt auch hier: Wo Geld im Spiel ist, sind nicht immer nur die Guten unterwegs.

Für uns war der ADAC bei der Vorbereitung eine wirklich hilfreiche Anlaufstelle. Gerade wenn man mehrere Länder durchquert, kann es beruhigend sein, vorher einmal nachzuschauen, worauf man achten sollte.

Ein Roadtrip bedeutet nicht einfach losfahren

Je länger die Strecke, desto wichtiger wird eine gute Planung.

Schaut euch vorher an, welche Route ihr fahren möchtet, wo ihr Pausen einlegen könnt und wo Übernachtungen sinnvoll wären.

Auf unserer Hinfahrt nach Barcelona hatten wir die Hotels bereits vorher gebucht. Auf dem Rückweg waren wir spontaner und haben teilweise erst unterwegs entschieden wo wir bleiben, beides hat seinen Reiz.

Wer etwas auf die Kosten achten möchte, muss übrigens nicht unbedingt in großen Hotels übernachten. Kleine Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen können wunderschöne Alternativen sein und auch hier gilt: Vergleichen lohnt sich.

Und vor allem: Nehmt euch Zeit

Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte, die wir für unseren nächsten Roadtrip mitnehmen werden, plant nicht zu knapp.

Denn die schönsten Momente entstehen manchmal genau dort, wo man eigentlich gar nicht bleiben wollte.

Ein kleiner Ort am Straßenrand, ein wunderschöner Ausblick, ein Café, das plötzlich einlädt.

Ein Strand, an dem man einfach noch zehn Minuten sitzen möchte.

Wenn der gesamte Tag aber bereits bis auf die letzte Minute durchgeplant ist, fährt man wahrscheinlich einfach weiter.

Und genau das wäre schade.

Für unseren nächsten Roadtrip würden wir deshalb definitiv mehr Zwischenstopps und zusätzliche Übernachtungen einplanen. Lieber einen Tag länger unterwegs sein, als jeden Morgen schon zu wissen, wie viele hundert Kilometer heute noch vor uns liegen.

Straßenverkehr kann ein Abenteuer für sich sein

Und dann wäre da noch der Straßenverkehr. Denn Straßenverkehr ist offenbar nicht überall gleich Straßenverkehr.

Gerade in Frankreich und Spanien haben wir teilweise eine etwas andere Fahrweise erlebt als bei uns in Deutschland.

Natürlich gibt es Verkehrsregeln, aber sagen wir es einmal so:

Die Einheimischen scheinen manchmal ihre ganz eigene Interpretation davon zu haben.

Da wird überholt, wo man selbst noch kurz überlegt, ob das wirklich eine gute Idee ist. Da tauchen plötzlich Autos auf, mit denen man irgendwie nicht gerechnet hat und manchmal sitzt man einfach etwas angespannter hinter dem Lenkrad und denkt:

„Gut… dann fahren wir jetzt einfach ganz besonders aufmerksam.“

Man braucht definitiv ein gutes Auge, etwas Geduld und manchmal auch Nerven aus Stahl.

Gerade auf bergigen Strecken sollte man sich vorher informieren, was einen erwartet. Serpentinen, enge Straßen, Steigungen, Gefälle oder unebene Fahrbahnen können anstrengender sein, als man vorher vielleicht denkt.

Und wenn man weiß, was kommt, fährt es sich gleich viel entspannter.

Ein kleiner Koffer kann Gold wert sein

Eine Sache, die wir unterwegs sehr praktisch fanden. Packt euch für die Zwischenstopps eine kleine Reisetasche oder einen kleinen Koffer.

Nicht jedes Mal den großen Koffer aus dem Kofferraum holen zu müssen, nur weil man für eine Nacht ein T-Shirt und eine Zahnbürste braucht, kann erstaunlich viel entspannter sein.

Je nachdem, wie ihr euren Roadtrip plant, würde ich das definitiv wieder so machen.

Essen und Trinken nicht vergessen

Auch etwas ganz Banales wird auf langen Fahrten plötzlich wichtig: Verpflegung.

Ein paar Snacks, Wasser und Getränke im Auto zu haben, ist einfach unglaublich praktisch.

Denn natürlich kommt der Hunger meistens genau dann, wenn weit und breit kein gemütliches Restaurant zu sehen ist.

Aber dann ist da diese unglaubliche Freiheit

Und trotz all dieser Punkte bleibt für mich eines ganz klar: Die Freiheit eines Roadtrips ist einfach etwas Besonderes.

Einfach einsteigen und weiter und genau dieses Gefühl möchte ich nicht missen.

Auf dem Rückweg kannten wir die Straßen bereits ein wenig und wussten besser, was uns erwartet. Trotzdem haben wir auch hier noch einmal geschaut, ob es alternative Strecken gibt.

Und manchmal lohnt sich genau das, denn nicht immer ist die schnellste Strecke auch die schönste.

Würden wir es wieder tun?

Ja. Ganz eindeutig.

Auch wenn es teilweise wirklich nervenaufreibend war, auch wenn wir zwischendurch müde waren.

Es geht nicht nur darum, anzukommen, es geht um den Weg dorthin.

Um die Landschaft, die am Fenster vorbeizieht, um spontane Pausen, um kleine Orte, die man vorher gar nicht kannte.

Um Sonnenuntergänge irgendwo am Straßenrand.

Um Musik, Gespräche und manchmal auch einfach gemeinsames Schweigen.

Unser Roadtrip nach Barcelona und wieder zurück war sicherlich nicht perfekt, aber vielleicht müssen Reisen das auch gar nicht sein.

Sie dürfen uns überraschen und sie dürfen uns manchmal an unsere Grenzen bringen, denn am Ende bleiben nicht die Kilometer auf dem Tacho, es bleiben die Erinnerungen, die Bilder und die kleinen Geschichten, über die man später noch lachen wird.

Und natürlich dieses besondere Gefühl, gemeinsam etwas erlebt zu haben, denn irgendwo zwischen Deutschland, Frankreich und Spanien haben wir einmal mehr gemerkt:

Der schönste Teil einer Reise ist manchmal nicht das Ziel, sondern all das, was auf dem Weg dorthin passiert.