Tromsø liegt im Norden Norwegens in der Provinz Troms und zählt rund 79.000 Einwohner in der Stadtgemeinde. Die Stadt befindet sich nördlich des Polarkreises und ist bekannt als einer der besten Ausgangspunkte, um die faszinierenden Nordlichter zu erleben. Durch die Lage zwischen Fjorden, Bergen und dem Meer vereint Tromsø beeindruckende Natur mit modernem Stadtleben. Wirtschaftlich geprägt ist die Region vor allem durch Fischerei, Aquakultur, Tourismus, Forschung und die arktische Wissenschaft. Die Universität und verschiedene Forschungsinstitute machen Tromsø außerdem zu einem wichtigen Zentrum für Polar- und Klimaforschung.

Ziemlich früh am Morgen kitzelte mich das Sonnenlicht zwischen dem Vorhang wach. Als ich diesen beiseite fuhr, zeigte sich eine traumhafte Kulisse. Ruhiges, klares Wasser und diese besondere Stille, die man nur in den norwegischen Fjorden erlebt. Schon in diesem Moment war klar: Das wird ein wunderschöner Tag.

Das Wasser lag spiegelglatt vor mir, die Sonne spiegelte sich darin und wieder war dieses leise Knistern des Schaums zu hören, während das Schiff durch das Wasser glitt. Ein Moment voller Ruhe und Frieden. Wie schön kann diese Welt eigentlich sein?

Dann tauchte langsam Tromsø vor mir auf. Die Stadt ist vor allem für ihre Nähe zu den spektakulären Nordlichtern bekannt und auch die Wintermonate locken viele Besucher in diese faszinierende arktische Region.


Heutiges Ziel: Tromsø ganz entspannt auf eigene Faust erkunden. Da der Hafen etwas außerhalb liegt, brachte mich der Shuttlebus in wenigen Minuten ins Zentrum.

Mein erster Weg führte zu einem ganz besonderen Fotomotiv: dem Mosaik „The Gateway to the Arctic Ocean“. Ich hatte dieses Tor schon oft gesehen und mich sehr darauf gefreut. Die Sorge, dass dort viele Menschen sein würden, war völlig unbegründet, ich hatte den Ort ganz für mich und konnte diese beeindruckende Kulisse in Ruhe genießen.

Anschließend ging es über die Tromsøbrua, die berühmte Brücke, die das Stadtzentrum auf der Insel Tromsøya mit dem Stadtteil Tromsdalen auf dem Festland verbindet. Mit ihren über 1.000 Metern Länge war sie bei ihrer Eröffnung eine der größten Spannbetonbrücken Nordeuropas. Der Weg über die Brücke war ein kleines Abenteuer, denn der Fußgängerbereich fühlte sich teilweise ganz schön wackelig an. Trotzdem war der Blick auf die Stadt, die Berge und das Wasser jede Überwindung wert.

Als Nächstes stand die Eismeerkathedrale auf meinem Plan. Die außergewöhnliche Kirche ist eines der Wahrzeichen Tromsøs. Sie ist keine klassische Kathedrale, beeindruckt aber mit ihrer besonderen Architektur und dem großen Glasmosaikfenster, dass mit seinen Farben an Polarlicht, Eis und die langen dunklen Wintertage des Nordens erinnert.

Danach ging es weiter zur Fjellheisen-Seilbahn. Für den Weg dorthin waren die festen Schuhe die beste Entscheidung, denn der Aufstieg zur Seilbahn führte durch eine wunderschöne Wohngegend mit liebevoll gestalteten Gärten und typisch norwegischen Häusern.

Die Fahrt hinauf dauerte nur wenige Minuten, der Ausblick oben war unvergesslich. Vor mir lagen schneebedeckte Berge, tiefblaue Fjorde, kristallklares Wasser und ein strahlend blauer Himmel.

Die Stadt überraschte uns mit bunten Häusern, beeindruckenden Wandmalereien und einer schönen Mischung aus historischer und moderner Architektur. Überall gab es kleine Details zu entdecken.


Am späten Nachmittag ging es mit dem Shuttlebus zurück zum Schiff. Auf der Kabine angekommen, sorgten die Möwen, die sich auf die Rettungsboote und sogar auf einige Balkone setzten, für Unterhaltung. In der Ferne zog ein kleines Sommergewitter auf. Die Stimmung veränderte sich sofort. Der Donner hallte zwischen den Bergen wider und ließ das Gewitter viel gewaltiger wirken, als man es aus anderen Regionen kennt.

Ein weiterer beeindruckender Reisetag ging zu Ende. Der Sonnenuntergang tauchte die Landschaft noch einmal in wunderschöne Farben und hinterließ dieses besondere Gefühl: wieder einen Ort erlebt zu haben, der für immer in Erinnerung bleibt.

Mein Fazit zu Tromsø: Tromsø hat mich mit seiner besonderen Mischung aus arktischer Natur, charmantem Stadtleben und den vielen kleinen Highlights sehr begeistert. Die Stadt lässt sich wunderbar auf eigene Faust erkunden und wer gut zu Fuß ist, kann viele Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß erreichen und dabei immer wieder neue schöne Eindrücke sammeln.

Eine absolute Empfehlung ist bei schönem Wetter die Fahrt mit der Fjellheisen-Seilbahn auf den Storsteinen. Die Aussicht von oben auf Tromsø, die Fjorde und die umliegenden schneebedeckten Berge ist einfach atemberaubend und gehört zu den schönsten Erlebnissen der Reise.

Tromsø hat mir unglaublich gut gefallen und ich würde diese Stadt jederzeit wieder besuchen. Beim nächsten Mal dann hoffentlich im Winter, um die faszinierenden Nordlichter erleben zu können.

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Von Julia

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