Meiningen liegt im fränkisch geprägten Süden Thüringens an der Werra, unweit der Rhön. Die Stadt zählt rund 25.000 Einwohner und ist bekannt für ihr traditionsreiches Staatstheater, die klassische Musik und ihre bedeutenden historischen Bauten. Wir kamen am Abend im Hotel am Kaiserpark an, nur das dort kein Park wartete, sondern eine kleine Einkaufspassage. Erst ein wenig verwirrend, dann erstaunlich passend: Für einen Wochenendtrip genau richtig. Das Frühstück ist sehr zu empfehlen. Klein, aber fein. Die Dame im Frühstücksraum, eine herzliche Seele. Sie kümmerte sich rührend um jeden Wunsch von den Gästen. Am Abend unserer Ankunft gingen wir ins urige Henneberger Haus. Das historische Fachwerkanwesen geht auf die Zeit der Henneberger Grafen zurück und atmet noch heute die Geschichte der Region: Schiefe Balken, stille Winkel, Geschichten in Holz geschnitzt. Es gibt typische Thüringer Küche. Meine Großeltern lebten in Jena. Bei jedem Besuch dampften Thüringer Klöße, Rouladen und andere Köstlichkeiten auf dem Tisch. Im Henneberger Haus fühlte sich all das plötzlich wieder ganz nah an. Mit vollen Bäuchen schlenderten wir anschließend zu einem kleinen Abendspaziergang durch die stille Stadt. Powered by GetYourGuide Am nächsten Morgen erkundeten wir Meiningen. Wir ließen uns vom Staatstheater Meiningen anziehen, bewunderten das Schloss Elisabethenburg mit seinem eleganten Hof und traten in der Stadtkirche Meiningen für einen Moment aus der Zeit. Bei schönem Wetter zog es uns in den Schlosspark Elisabethenburg. Die Fachwerkhäuser in der Altstadt, mit ihren geschnitzten Schwellen, Erkern und farbigen Gefachen, ließen uns in vergangene Zeiten fallen, jedes Haus ein aufgeschlagenes Kapitel. Am Nachmittag fuhren wir zum Trusetaler Wasserfall. Wir staunten nicht schlecht: Kein Wasser, nur steinerne Stufen und ein stilles Bett aus Fels. Und doch war es lohnend. Über die teils steilen, steinigen Stufen, hier sollte man gut zu Fuß sein und ein sicheres Gleichgewicht mitbringen, öffnete sich ein wunderschöner Blick. Der Weg zurück führte uns durch den anliegenden Wald, über die Straße zum Parkplatz. Am Abend kehrten wir in die Ratsstube an der Kirche ein. Wieder beste Thüringer Küche. Eine Reservierung hier und wie auch im Henneberger Haus lohnt sich unbedingt. Wir ließen den Tag bei einem kühlen Getränk und guten Gesprächen ausklingen, als die Lichter an den Fenstern der Altstadt wie kleine Sterne aufleuchteten. Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück Richtung Heimat. Kurzentschlossen machten wir noch einen Abstecher nach Erfurt, dazu folgt ein eigener Beitrag. Unser Rückweg führte über kleine Dörfer und bergige Straßen, vorbei an Streuobstwiesen, Feldern und Hecken. Mein Fazit: Meiningen hat uns wirklich gut gefallen. Die Stadt verbindet Kultur, Geschichte und eine schöne Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern. Auch das Essen und die entspannte Atmosphäre haben das Wochenende besonders gemacht. Jetzt freuen wir uns auf Erfurt, aber Meiningen wird uns auf jeden Fall in guter Erinnerung bleiben. Teilen mit: Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … Beitragsnavigation Wien Teil 3 Parken am Kreuzfahrtterminal Steinwerder in Hamburg