Tag 3 – Ein Abschied mit Melange und ganz viel Wiener Charme Wie so oft auf Reisen begann auch unser letzter Tag mit einem wehmütigen Blick auf die Uhr. Noch ein paar Stunden, dann würde unser Flieger wieder Richtung Heimat starten. Doch bevor wir Wien verlassen mussten, hielt die Stadt noch eine ganz besondere Überraschung für uns bereit. Ich wusste zunächst gar nicht, wohin wir unterwegs waren. Erst als wir vor der schlichten Fassade eines kleinen Kaffeehauses standen, erkannte ich den Namen: Café Leopold Hawelka. Ein traditionsreiche Kaffeehaus. Das ich nun damit überrascht wurde, machte diesen letzten Morgen umso besonderer. Eigentlich hatten wir geplant, dort zu frühstücken, leider waren wir dafür etwas zu spät. Doch im Nachhinein war das überhaupt nicht schlimm. Denn wir bekamen etwas viel Wertvolleres, ein Stück echtes Wien. Wo die Zeit stehen geblieben ist Das Café Hawelka wurde 1939 von Leopold und Josefine Hawelka eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte es sich zu einem Treffpunkt für Künstler, Schriftsteller, Schauspieler und Intellektuelle. Persönlichkeiten wie Friedensreich Hundertwasser, Helmut Qualtinger oder Oskar Werner gingen hier ein und aus. Bis heute hat sich das Café seinen ganz eigenen Charakter bewahrt. Schon beim Betreten hatte ich das Gefühl, als würde ich eine andere Zeit betreten. Die dunklen Holzmöbel, leicht knarrenden Dielen, alte Garderobenhaken, die vergilbten Fotografien an den Wänden, der Duft von frisch gemahlenem Kaffee. Nichts wirkt geschniegelt oder geschniegelt modern und genau das macht den Zauber dieses Ortes aus. Hier muss nichts perfekt sein, Hier darf Geschichte einfach Geschichte bleiben. Besonders herzlich war eine Begegnung, mit der wir überhaupt nicht gerechnet hatten. Als der Chef das Café verließ, verabschiedete er sich bei uns persönlich, mit Handschlag, wir kamen kurz mit ihm ins Gespräch. So herzlich und unkompliziert. Wien ist für mich weit mehr als eine wunderschöne Hauptstadt. Wien ist eine Stadt voller Eleganz, Geschichte und Lebensfreude. Eine Stadt, die ihre kaiserliche Vergangenheit bewahrt hat und dennoch modern, lebendig und weltoffen wirkt. Hier treffen prachtvolle Barockbauten auf gemütliche Kaffeehäuser, weltberühmte Kunst auf verwinkelte Gassen und lebendige Märkte auf grüne Parkanlagen. Gerade diese Gegensätze machen Wien so einzigartig. Wer die Stadt besucht, sollte sich nicht nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten treiben lassen. Lasst euch Zeit. Setzt euch in ein Café, verlauft euch bewusst in den kleinen Gassen und entdeckt versteckte Innenhöfe. Und ich weiß schon jetzt, dass wir wiederkommen werden: In Wien hingegen verliebt man sich immer wieder aufs Neue. Powered by GetYourGuide Teilen mit: Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … Beitragsnavigation Wien Teil 2 Cobh (Irland) – Auf eigene Faust in die Stadt